Miriam hat ein Buch geschrieben…

Viele von uns träumen davon, einmal ein eigenes Buch zu schreiben – Miriam Iris Kuhnle, eine ehemalige Patientin der KJP Tübingen, hat es geschafft. Ihr erstes Werk „Blaue Flügel“ ist am 26. März 2012 auf dem Buchmarkt erschienen. Wir haben Miriam ein paar Fragen zu ihrem Buch gestellt:

Miriam, worum geht es in Deinem Buch?
Die Hauptstory, sozusagen der Leitfaden des Buches ist, dass Joel bzw. Joe sich aus der Psychiatrie raus getrickst hat und sie versucht durch schreiben, abnehmen, Konsum berauschender Substanzen, ... ihre Probleme etwas zu lösen. Allerdings hat sie sehr viele Probleme, die sie ihrer Meinung nach mit niemandem teilen kann, da sie denkt sie sei nur eine Belastung für ihre Mitmenschen. Sie zieht sich also so oft es geht zurück, magert ab um zu verschwinden, versucht sich umzubringen. Was dabei immer wieder aufkommt ist Joels Hass-Liebe zu ihrer Mutter. Ihre Mutter wollte sich umbringen als sie 8 Jahre alt war und um mit den Suizid-Gedanken ihrer Mutter klar zu kommen, hat Joel ihre Mutter einfach in Gedanken schon als tot erklärt. Allerdings lebt ihre Mutter noch und mit dem Hass, der Wut, der Sehnsucht, dem Schmerz, ... auf ihre Mutter kann sie nicht leben und somit beschließt Joel: Einer von uns beiden muss endgültig sterben. Und dann gibt es da noch die Geschichte von Adam und Joel, ... aber ich kann jetzt nicht schon alles aus der Geschichte verraten.

Hat das Buch etwas mit Deinem Leben und Deinen Erfahrungen zu tun?
Man kann sich nie ganz aus einer Geschichte herausnehmen und ‚Blaue Flügel’ ist ein sehr persönliches Buch, in das ich einen kleinen Teil von mir abgelegt habe.
Wenn ich an einer Geschichte schreibe, dann kann ich gar nicht sagen, wie viel von mir oder Freunden, in einer Geschichten-Person steckt, da die Person schon nach ein paar Seiten vom Aussehen wie ... Charakter wie ... usw. zu einer eigenen Person wird.

Wie war es, das eigene Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten?
Zuerst war da der Schock, dann das unfassbare Glück und dann Angst.
Als ich das Buch dann 3 Tage später in einem Buchhandel sah, kam Euphorie.
Was allerdings immer komisch ist: das Buch in Händen Fremder zu sehen – man würde gerne wissen, was die über die Geschichte und die Autorin denken - und es ist komisch das Buch in den Bücherregalen von Freunden zu sehen – weil ich selbst gerade kein Exemplar mehr besitze und die eines haben. :)