I have no dream

Ich lag neulich auf meinem Bett und der Blick fiel auf mein Bücherregal.
Schulbücher, "normale" Bücher, Hefte, Papierfetzen. Ich hab mich so erdrückt gefühlt. Begraben unter einem Berg von Papier. Wie muss es wohl sein ohne so einer Last zu leben? Wie frei und erleichtert würde ich mich da fühlen?
Stell dir vor aufzuwachen und keine Gedanken über die Schule, die Arbeit, anstehende Klausuren oder sonstigem Druck zu haben. Du atmest durch und zum ersten Mal ist es kein bedrücktes Atmen.
Wie gern würde ich alles hinschmeißen und von vorne anfangen. Nein, nicht von vorne, einfach neu anfangen. Ich wünschte, ich könnte was. Zum Beispiel singen oder ich wäre verdammt gut in irgend einer Sportart. Dann hätte ich was, das ich mir als Ziel setzen könnte. Aber ich hab keinen Traum. Ich hab kein Ziel.
Es stimmt, schlimmer als seinen Traum nicht zu leben, ist es keinen Traum zu haben.
Weißt du, ich will ein Mal aufwachen und denken: "Ja, ich freue mich. Heute lebe ich so, wie ich es will! Ich tue das, was ich mir schon immer erträumt habe." Es wäre so schön.
Als ich ein Kind war wollte ich so viel werden. Ärztin, Polizistin, "Special Agent", Architektin, Lehrerin, Journalistin, sogar rappen wollte ich. Aber das Leben macht es einem echt schwer. Ich hab schnell gelernt, dass es unglaublich hart ist die Dinge, die man sich wünscht zu erreichen und somit hatte ich keine Wünsche mehr.
Ich hab aufgehört zu träumen.