Jetzt steh ich hier allein

Das war's dann wohl, jetzt steh ich hier allein.
All die Freunde, die ich hatte, haben plötzlich keine Zeit, denn dank der Sorgen, die ich habe, hat mich nie jemand gekannt. Und all die Worte, die sie sagten, waren niemals so gemeint.
Denn wo ist ihre Hilfe? Wo ist jetzt ihr Beistand?
Jetzt, wo ich in der Scheiße stecke, reicht mir niemand seine Hand. Und obwohl ich darum bitte, bleiben alle ignorant.
"Wenn du reden willst, ruf mich an. Tag und Nacht, ich geh ran!"
Scheiße Mann, ich hab mich wohl verwählt. Schon wieder nur die Mailbox dran.
Aber ist schon okay, ich habe das Spiel jetzt verstanden.
Die Worte, die ihr sagt, nichts davon ist wahr. Versprechungen, die ihr macht, ohne euch daran zu halten. Ich kann es nicht begreifen, was seid ihr nur für Menschen?
Anstatt die Unwahrheit zu sagen, halt ich lieber meine Fresse.
Ich brauche keine Freunde wie euch, keinen der mir hilft.
Menschen sind Lügner, niemand hält was er verspricht. Im einen Moment bist du beliebt und jeder ist da für dich. Doch wenn es darauf ankommt, scheißen sie auf dich.
Ich wollte nie so denken, so was niemals sagen. Doch was die Erfahrung einen lehrt, kann man nunmal nicht planen.
Und ich habe eins gelernt, das geht an all die Leute, die mich vergessen haben, Menschen die einst meine besten Freunde waren, ihr lieben Verwandten, die ich sowieso niemals richtig kannte, ja sogar mein Vater, ihr alle, die ihr auf mich geschissen habt, lasst euch eins sagen:
 
Ich bin euch lange hinterher gerannt, hab euretwegen viel geweint und angefangen an mir selbst zu zweifeln, aber jetzt reicht's!
Ich hab so viel ohne euch erreicht. Ja, jetzt steh ich hier allein, aber das schüchtert mich nicht ein. Ich brauch keinen von euch feigen Verrätern hier an meiner Seite.
Was hab ich euch schon zu verdanken? Jahrelang habt ihr mich denken lassen, ich sei es nicht wert eure Anerkennung zu erhalten. Als wär ich ein Stück Dreck, das man nicht beachtet.
Ohne zu erkennen, dass ihr diejenigen seid, die etwas verpassen. Ich habe euch gebraucht und ihr wart nicht da. Aber wisst ihr was? Ich weine euch nicht nach.
Ihr habt euch selbst einer guten Freundin, einer Tochter, einem tollen Menschen beraubt.
Und weil ich nicht so wie ihr bin, könnt ihr meinen Worten ruhig glauben:
 
Wenn ihr jemanden zum Reden braucht, dann ruft mich nicht an.
Mein Handy ist nachts aus.