Ich fühle mich schwer und denke,
ich kann nicht mehr.
So kann das nicht weitergehen.
Doch keiner will mich verstehen.
Ich weine lautlos in der Nacht und
achte darauf, das keiner erwacht.
Eine Mandarine und dann werden es doch zwei.
Mama holt noch eine dritte herbei.
Ich wünsche mir ewige leichte und glück.
Wünsche mir meine Kindheit zurück.
Muss man dafür sterben oder sich das Leben verderben? I
ch wünsche mir manchmel einen Engel herbei.
Ein Engel mit Haut so soft wie Grießbrei.
Doch kann ich genau so gut mit der Luft reden.
Oder mit Vögeln an Goldenen Fäden.
Sie sind so kraftlos und müde wie ich - verbergen durch hängenden Hals das Gesicht.
Schlabbernde Kleider wünsch ich mir her
denn schau ich in den Spiegel,
denke ich ich wiege so viel wie ein Bär.
Ach wieso hält der Mensch an ein Schönheitsideal.
An eine sehr kleine kraftlose Zahl.
An Rippen die man Zählen kann
und an leere Augen durch die Wasser rann.
An Körper die so schön doch fast tot sind
und die so hilflos und gefangen wie ein schüchternes Kind.
Es ist unbeschreiblich.
Wie sehr wir uns zerstören, uns bekämpfen um schön, wundervoll und doch so alleine zu sein.
Man schläft unter Tränen ein und wacht unter Tränen wieder auf.
Aus einem Traum. In dem man so schwer ist wie ein Stein.
Dann kommt der Gang zur Waage.
Was für ein scheiß Leben in dem man eingesperrt ist im Käfig der Anorexie. Der Körper ist zu dick.
Nie fühlt man sich schick. Und wenn man mich auf meinen Körper anspricht,komme ich ins wackeln.
Kann nicht mehr stehen und nicht mehr sehen.
Wird mir schwindelig.
Mit einem einzigen Satz bringt man mich aus meiner Balance.
Aus meiner Sicherheit. Die nicht sicher ist.
Werde ich mein ganzes Leben nach dem Hafen suchen müssen.
Kann ich jemals beruhigt schlafen.
Dauernd laufe ich unruhig auf dem Steg
anstatt ich mich zur Ruhe leg.
Es bleibt für immer eine Leere die schwer wie Stein ist.
Ein Terror der Unerträglich von einem Anonymen Herrscher des Gehirns ausgeht.
Gehe ich auch aus? Wie eine Kerze? Im Winterwind?
Oder ich sterbe elegant wie eine Heimatlose Katze?
Ich gehe aus, ohne Sorgen.
Ist das wirklich DAS Leben?

 

                                                                                                             by Miriam