Fragen...

Verdammte scheiße,
wieso entwickelte es sich auf diese Weise?
Wie viele Tränen musste ich vergießen?
Wie oft die Augen schließen?
Wie oft Hilfe rufen?
Nach einer Lösung suchen?
Wie oft musste ich schreien?
Wie oft versuchte ich mich zu befreien?
Wie oft musste ich bluten,
bis meine Gedanken endlich ruhten?

Wie oft musste ich verzichten?
Nur Lügen berichten?
Wie oft musste ich mich übergeben?
Wie oft, bevor ich begann zu Leben?

Wie viele Schreie verklangen ungehört?
Wie lange habe ich auf meine Krankheit geschwört?
Wie viele Menschen mussten leiden?
Wie oft musste ich mich schneiden?
Wie viele Stunden vergingen ungenutzt?
Wie lange brauchte ich klinischen Schutz?
Wie viele Stunden schaute ich wartend auf die Uhr?
Wie lange nur?
Wie oft versuchte man mich zu halten,
bevor meine Gedanken nicht mehr nur dem Tod galten?

Wie viel musste ich ertragen?
Wie oft alles hinterfragen?
Wie viel Leid musste geschehn?
Bis ich beschloss, es muss vorwärts gehn?

Zu viele Fragezeichen,
die niemals weichen.

Doch, was nutzen mir Antworten auf diese Fragen?
Könnte ich sie ertragen?
Würden sie mich nicht erneut zerbrechen?
Meine Seele schwächen?
Soll ich die Vergangenheit ruhen lassen?
Oder jeden Gedanke von neuem fassen?

Bin ich auf ewig zum Suchen verdammt?
So viele Wege bin ich entlang gerannt,
so viele Orte hab ich besucht,
hab an jeder Stelle gesucht.

Nun sitze ich hier.
Habe Angst, dass ich mich in meinen Gedanken verlier.
Ich schaue auf den tickenden Zeiger
und begreife mit einem Mal
egal wie sehr ich mich weiger,
das Leben lässt mir keine Wahl.
Die Zeit läuft nicht rückwärts
all der Schmerz
er ist vorbei!
Und ich begreife, auch ohne Antworten bin ich FREI!