Schaff mich hier weg

Ich trotzte gar wild und bissig,
dem Leben voll Leid, dass mir schwant,
doch nun wird mein Widerstand rissig,
längst habe ich es geahnt.

Es ist schon so lang, dass ich kämpfe,
mit tönernen Waffen mein,
doch Sieg gegen finstere Mächte,
soll für mich einfach nicht sein.

Frei bin ich schon, doch gefangen,
von Schwaden in Schwarz und Rot,
die stinkend ganz in mich gelangen
und eigentlich bin ich schon tot.

Am Leben gehalten, doch siechend,
mein Atem ist faulig wie Pest.
Ich gehe schon lange mehr kriechend
Und doch hält die Welt mich hier fest.

Komm süßer Tod und umfange mein,
bring mich nur weit weg von hier,
Krankheit wird immer mein Leben sein
Und dann bin ich lieber bei dir.