Die Jugend von heute

 
Ich gehöre zur "Jugend von heute", bin eine von denen, die nur Scheiße im Kopf haben.
Ich frag mich ständig, was soll ich mit meinem Leben anfangen?!
Ich bin 16 Jahre alt und mach viele Fehler.
Jeder 2. sagt mir, ich mach nur Probleme.
Ist doch mir scheiß egal, wenn du deswegen Stress machst!
Scheiße bauen, das gehört eben zu meinem Alltag.
Ich schwänz die Schule von Montag bis Freitag.
Scheiß drauf, was der Lehrer zu mir sagt!
Wenn's mir zu viel wird, schalt ich einfach ab.
Dann leg ich mich ins Bett und schlaf, solang ich's nötig hab.
Und meistens ist das 'ne lange Zeit...
 
Die Leute hassen mich, wegen meiner Persönlichkeit.
Doch sie vergessen dabei, sie tragen selbst dazu bei.
Meine Eltern haben für mich keine Zeit,
der Direktor fühlt sich von mir verarscht und gibt mir 'nen Schulverweis.
Mein Selbstmordversuch vor 'nem Jahr hat leider nicht geklappt,
daher nehm ich jetzt jede Woche auf der gelben Couch einer Psychiaterin Platz.
Wir reden kaum, ich bin sowieso 'n sehr verschlossener Mensch.
Ich hab das Gefühl, sie kommt nicht an mich ran, doch tut trotzdem so als ob sie mich kennt.
Sie denkt, ich erzähl ihr, was in mir vorgeht, stattdessen lüg ich sie an.
Ich halte das ganze für sinnlos, glaub kaum, dass so 'ne unsympathische Person mir helfen kann.
 
Keiner hat mich jemals verstanden, irgendwann gibt man's dann auf.
Ich bin nur noch 'n stiller Beobachter, lass den Dingen seinen Lauf.
Auch wenn ich vieles gut kann, tu ich's nicht, weil ich mir keine Mühe geben möchte.
Die Menschen um mich rum sehen sowieso immer nur das Schlechte.
Wieso sollen sie es dann nicht auch bekommen?
Ich bin eigentlich nur so, wie sie's mir ständig einreden, so wie sie mich wollen.
 
Heute hörte ich jemanden sagen: "Die Jugend von heute hat einfach kein Respekt."
Seht ihr?! Es liegt nicht nur an mir, die ganze Generation ist defekt!
 
Fragt sich nur welche...
 
 
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)

Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen. (Aristoteles, gr. Philosoph, 384-322 v. Chr.)