kleines Licht

am Horizont in kleines Licht
das die Finsternis durchbricht
werd ich es schaffen bis dorthin
oder schon vorher untergeh‘n?

ich pack alles von vorne an
und geh den ersten Schritt voran
zu spät ist es vielleicht noch nicht
und ich erreich dies kleine Licht

Sitzung

Wie fühlst du dich?

Matschig.

Das heißt?

Wie Erde, die mit etwas Wasser zu einem glitschigen Brei verrührt worden ist.

Für was steht denn die Erde?

Die Erde bin ich. Und das Wasser sind Sie. Sie machen mich matschig.

Ist es denn ein gutes oder ein schlechtes matschig?

Matsche ist Matsche. Warum sollte ich sie bewerten?

Naja, es ist doch wichtig zu wissen, ob etwas gut oder schlecht ist, um es beizubehalten oder zu ändern. Und vor allem zu verstehen.

Äh. Aha.

Also, ist es ein Heilsamer-Meeresschlamm-Matschig oder ein Stinkender-Kuhmist-Matschig?

Kuhmist. Definitiv.

Was müsste sich denn ändern, damit aus dem Kuhmist Meeresschlamm wird?

Sehe ich aus wie Jesus? Kann ich Wasser in Wein verwandeln? Geschweige denn Kuhmist in Meeresschlamm?

Wenn dir das unvorstellbar scheint, könntest du auch versuchen, das Positive am Kuhmist-Matsch zu sehen.

Wollen Sie mich verarschen?

Mit Nichten. Kuhmist ist doch ein ausgezeichneter Dünger.

Gute Idee. Ich leg mich in ein Kornfeld. Alle meine Probleme sind gelöst.

Dass du auch immer ins Sarkastische abdriften musst.

Hallo? Wir reden gerade über Matsche?!

Ich glaube, hier kommen wir nicht mehr weiter. Die Stunde ist sowieso zu Ende.

Halleluja.

Auf Wiedersehen.

Ungern. Aber danke für die hilfreiche Sitzung. Thank you very Matsch.
 

Ausflug zu den Seerobben

Am 30.04.2012 gingen die Kinder und Jugendlichen der Stationen zusammen zum Zirkus Krone, um aber nicht eine Zirkusvorstellung zu sehen, sondern um die Seerobben zu betrachten und sogar mit dem Besitzer in das Becken zu steigen.
Wir mussten einen Neopren-Anzug anziehen und dann in das große Becken zu steigen. Trotz der Neopren-Anzüge war uns bitterkalt.
Im Becken lagen einige Spielzeuge und Bälle, die sie mit der Nase hin und her spielten. Wir waren alle fest davon überzeugt, dass sich die Haut der Seerobben ganz glitschig anfühlen wird. Als wir sie dann aber berührten, konnten wir ihr weiches Fell spüren.
Die Seehunde kamen auf einen zu geschwommen und küssten einen auf die Wange; eine von uns wurde von drei Seerobben gleichzeitig geküsst. Wir konnten uns auf den Rücken der Seerobben legen, Und wurden von ihnen durch das Becken getragen. Wie soll man das Gefühl beschreiben? Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl!
Den meisten von uns gefiel es total gut, sie wollten gar nicht mehr gehen. Wir erfuhren sogar das zwei der Seerobben bei der Fernsehserie hallo Robbi mit gespielt haben. Das beeindruckte uns sehr und wir würden es gern wieder machen.

Torben, Tim & Erik

 

STIGMAtisierung

Gründung der Schulredaktion

Am 26.10.11 fand in der KJP Tübingen die Gründungssitzung der Schulredaktion für die 8. Ausgabe des LabIRRinths statt. Zur Sitzung kamen insgesamt 9 Schüler. 6 Schüler kamen von den zwei Jugendlichen Stationen und 3 Schüler von der Kinderstation. Wir bekamen unter der Leitung von Fr. Sänger und einer ehemaligen Patientin, die das LabIRRinth schon seit einigen Jahren betreut, eine kurze, aber genaue Einführung, in der es um die Entstehung, Entwicklung und die Ziele des LabIRRinths ging. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, auf die Homepage (www.labirrinth.de) zu gehen und uns das LabIrrinth anzuschauen und auszuprobieren, wie man dort Beiträge erstellt. Zusätzlich stand uns eine Leseecke mit den 7. Ausgaben des LabIrrinths, Zeitungen und Bücher von anderen Kinder- und Jugendpsychiatrien mit dem Thema zur Verfügung. Währenddessen wurde uns das Thema „ Stigma“ vorgestellt: „ wie hast du dir die Psychiatrie vorgestellt?“, „wie war es wirklich?“, waren die Eingangsfragen, zu denen wir uns eine von vier Kategorien aussuchen und in Kleingruppen weiterarbeiten konnten.

Die vier Kategorien:

- Kreativ (alles rund ums LabIrrinth)
- Ideen zum Thema Stigmatisierung
- Neues Titelblatt oder Logo zur 8. Ausgabe
- Ideenwerkstatt zur Zukunft des LabIrrinths

Der Mittag endete mit einem Gründungsfoto und einem Glas Alkoholfreiem Sekt zur Gründung der Schulredaktion des LabIrrinths.

Katharina

Ausgabe 8

Wir planen die 8. Ausgabe des LabIRRinths - unser Schwerpunktthema heißt "Stigmatisierung".

Redaktionsschluss ist am 1.12. - die Ausgabe wird voraussichtlich ab dem 9.12.2011 erhältlich sein.

Igel-Klapse

Was ist Stigmatisierung?
Hier eine kleine Geschichte von Haikle und Daikle

Haikle, Igel vom Land, trifft Daikle, Igel aus der Psychiatrie und fragt entsetzt: „Was machst du denn hier?“ „Ich hab Ausgang“, erwidert Daikle. „What the hell für ein Ausgang!? Ich dachte du wärst eingesperrt!?“ Darauf Daikle: „Allgemeines Vorurteil, hier ist man nicht eingesperrt.“ „Ja und deine Stacheln hast du ja auch noch? Müssen die nicht gestutzt werden, damit du dich nicht daran verletzen kannst?“ Darauf wieder Daikle: „Allgemeines Vorurteil, hier bekommt man die Stacheln nicht gestutzt.“ „Ach und schön angezogen bist du. Ich dachte ihr müsstet da in Klinik-weiß rumlaufen. Und wo ist denn deine Zwangsweste?“ Darauf schon wieder Daikle: „Allgemeines Vorurteil.“ „Eigentlich hab ich noch was“, sagt Haikle. „Hast du keine Rückenschmerzen?“ Daikle entgegnet: „Hä, was denn für Rückenschmerzen?“ Haikle expliziert: „Na ihr müsst doch die ganze Zeit zusammengerugelt in der Ecke liegen, oder?“ Daikle sagt: „Ich bin über deine Vorurteile der Psychiatrie sehr empört. Wenn alle Leute nur das gleich begrenzte Wissen über die Psychiatrie haben wie du, kommt es zu falschen Aussagen wie: alle in der Psychiatrie sind verrückt. Da bekomme ich ja ein Stigma ins Gesicht gedrückt. Weißt du eigentlich wie ich mich dabei fühle?“ Haikle schweigt.
So wie in der Igelwelt die Stigmatisierung der Psychiatrie vorkommt, gibt es auch bei uns Vorurteile. Der Psychiatrie ein Stigma aufzudrücken ist nicht richtig. Vielmehr sollte man sich darüber informieren, indem man zum Beispiel den Tag der offenen Tür besucht und die Patientenzeitschrift liest. Auch die Stigmatisierung der Patienten ist nicht gerechtfertigt. Es gehört Mut dazu, sich einzugestehen, dass man ein Problem hat und sich Hilfe zu holen.

Lisa, Franziska, Axel, Hanna
 

guten tag.

ja, wir sind gerade in der Schule :D & lesen hier die Website durch :b
wir finden sie gar nicht so schlecht & so.. :b
& da haben alle verdammt recht was sie so hinschreiben (;
& hier in der sogenannten "klapse" sind einfach ganz normale menschen.
& wer denkt wir seien voll verrückt usw.. :D der soll sich mal vom gegenteil überzeugen. (;
mit freundlichen grüüüßen :D
ein teil der station 1 xD <3 :b

Komm rein!

Nein – eine Kinder- und Jugendpsychiatrie ist keine „geschlossene Psychiatrie“ (auch wenn man die Türen aus Schutzgründen zeitweise abschließen kann), aber dieser Spruch, der mir auf der Rückfahrt von einem Psychiatrie-Kongress einfiel, steht auch dafür, dass wir Euch einladen, in unser neues LabIRRinth zu kommen, Euch umzuschauen und selbst ein Bild zu machen, wer wir sind. „Kreativität macht süchtig“ – deshalb haltet Ihr jetzt bereits die 7. Ausgabe in den Händen.

Aktuelle und ehemalige Patient(innen) der Kinder- und Jugendpsychiatrie Tübingen sind nach wie vor herzlich dazu eingeladen, uns zu kontaktieren und mitzumachen. Wir freuen uns über Rückmeldungen und Anregungen.

 

 

 

LabIRRinth Ausgabe 7

Die LabIRRinth-Ausgabe Nr. 7 ist rechtzeitig fertiggeworden.

Vielen herzlichen Dank an alle, die diesmal mitgemacht haben und Beiträge, kreative Ideen und moralische Unterstützung beigesteuert haben!

(Die Beiträge aus der gedruckten Ausgabe werden in den nächsten Tagen nach und nach auch online nachgetragen werden und sind dann zu finden unter Nr. 7.)

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