Weblog von Pandabärlie

Die Reise zu IHR ins NICHTS.....

Letzte Nacht, träumte ich wieder von der Fahrt ins NICHTS!

Ich sitzte im Zug und Fahre wieder zu ihr, meiner Mom..... zumindest hoffe ich es.

Ich denke darüber nach, wie es sein wird, sie endlich wieder zu sehen, nach so langer zeit & dann überlege ich, was ich ihr sagen möchte und was wir unternehmen. Ich habe ihr so viel zu sagen, z.B. was in der zeit, in der sie weg war, alles passiert ist und dass sie mir so sehr gefehlt hat. Ich bin gespannt wie sie aussieht oder wie sie reagiert, wenn sie mich sieht, doch dann kommt wieder der gedanke, sie nicht stolz auf mich sein wird, denn in den letzten 4 Jahren ist so viel passiert. Ich habe viel scheiße gebaut. Ich hab Alkohol gedrunken und hab dass rauchen angefangen & ich bin dick geworden. Als sie noch da war, war ich dass liebste kind, dass man sich vorstellen konnte. Ich bin nie lang unterwegs gewesen, hab immer im Haushalt mit geholfen und war richtig gut in der Schule gewesen. UND dann kam der Tag, an dem sie ging und für mich eine Welt zusammen gebrochen ist.

Die Klinge- meine "Freundin", mein Ausweg....

Wieder sitze ich auf meinem Bett und habe Sie in der Hand. Ich rede mit ihr, weil ich ja sonst niemanden habe. Sie hört mir aufmerksam zu und stellt weder fragen, noch verurteilt sie mich. Ich erzähle ihr vom Tag und dann wie es mir geht & warum ich sie wieder aus dem Kästchen geholt habe...... Ich erzähle ihr, dass ich mal wieder nicht weiter weiss und sie meine einzige "Freundin" ist, der ich einfach alles sagen kann, denn meine "normalen" Freunde würden es auf dauer nicht VERKRAFTEN........ Irgendwann fange ich dann das weinen an & so passiert es wieder...... Ich schneide mich, erst leicht um zu sehen, ob ich mich schon SPÜREN kann & dann schneide ich immer tiefer, solange bis ich mich Spüre. Dann erkenne ich das viele Blut, was sich in der zwischenzeit schon über mein ganzes Bettlaken verteilt hat & ich merke, dass ich es schon wieder getan  habe und weine noch mehr. Doch schließlich raffe ich mich auf, lege Sie zurück ins Kästchen & sage ihr Tschüss und danke fürs zuhören, versorge meine Wunden, beziehe mein Bett neu & ziehe einen langen Pulli an, damit keiner meine Arme sehen kann & tue so, als ob nie was gewesen wäre. Doch ein paar Tage später habe ich ein Gespräch bei meiner Therapeutin und sie sagt mir, ich solle ihr doch mal meine Arme zeigen. Ich versuchte es erst damit, dass Thema zu wechseln, doch sie lenkte nicht ein und so zeigte ich ihr meine Arme und sie sagt dann zu mir, ....... wenn es so weiter geht, muss ich dich echt in eine Klinik bringen lassen und dass möchte ich eigentlich nicht, weil ich denke, dass du es ohne eine klinik schaffen kannst! Nach 50 Minuten ist unser Gespräch zu Ende und ich gehe nach Hause. Die nächsten 2 Wochen, ging es mir gut & dann kam wieder der Tag, an dem sie mir zuhörte.........

Meine Geschichte......

Ich bin jetzt seit 4 Jahren krank. ich habe die Diagnose: Borderline- Persönlichkeitsstörrung. Es hat alles angefangen, als meine Mama im Mai 2008 gestorben ist. Ich war damals 14 Jahre alt. Seid ca. 3 Jahre bin ich in Behandlung, ich habe mehrer Klinikaufenthalte hinter mir. Ich war von 12.12.2011 bis 22.03.2012 in der KJP- Tübingen. Ich wurde damals mit Richterlichen Beschluss eingewiesen. Mir ging es damals richtig beschissen. Ich wollte nicht mehr Leben, hatte extreme Stimmungsschwankungen und habe mich Serlberverletzt. Die Therapie wollte ich nicht, weil ich mir immer vorgemacht habe, dass ich das alles allein schaffe, was im enteffekt nicht so war. Ich habe zwar viel gelernt und dennoch kann ich vieles nicht anwenden, weil sich, wenn es mir schlecht geht, ein schalter umlegt und der dann alles Ignoriert. Seid 7 Monaten bin ich jetzt im Rehazetrum grund.stein. Ich habe bis HEUTE den absprung meiner Krankheit und dem SVV nicht geschafft. Alle sagen immer, "du schaffst dass", " du musst dich darauf einlassen und mit den Betreuern/Therapeuten reden", "lass dich doch mal darauf ein!". Aber wie schwer es ist, über seine Probleme zu reden, wissen sie nicht. Ich durfte als Kind nie mit meiner Mama über meine Probleme reden, weil sie sehr Krank war und meine Geschwister gesagt haben, dass es nicht gut für sie wäre. Also hab ich alles Jahre lang in mich hineingefressen. Langsam geht es bei mir vorwärts, aber auch nur, weil ich mich langsam darauf einlasse und weil mir allmählich klar wird, dass ich mit den Therapeuten/Betreuern reden kann, denn sie wollen mir ja helfen. Es wird noch einige Jahre dauern, aber ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren ein normales leben führen und mit meinen Prolemen umgehen kann. Ich erwarte nicht, das es mir Super geht. Ich möchte nur nicht mehr in Krisenzustände kommen. 

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